... unterwegs im Höllengebirge

Brunnkogel 1708m

Der Brunnkogel. Ein freistehender Berg mit herrlicher Aussicht in das Aurachtal und Alpenvorland. Wegen des 14m hohen Kreuzes ein viel besuchter Gipfel. Leider hat sich der Name Brunnkogel eingebürgert, obwohl dieser Gipfel in älteren Karten die Bezeichnung "Spielberg", vom Spielhahn trug. Das 14m hohe und 7m breite Kreuz wurde im September 1970 aufgestellt und ist den Gefallenen und Heimkehrern des Aurachtales gewidmet. Vom Planer und Initiator Ludwig Klausecker wurden dabei folgende Berufstände symbolisch dargestellt: Arzt, Konstrukteur, Schlosser, Schmied, Maurer, Zimmermann, Forstarbeiter, Bauer und Krieger.

Dienstag, 06. April 2010

We are back! Nach genau 67 Tagen sind wir zurück um einen erneuten Gipfelsturm auf den Brunnkogel via Gasthaus Kienklause zu versuchen. Während uns beim letzten mal noch die großen Neuschneemengen davon abhielten, stand uns dieses mal nichts im Wege. Wir starteten unsere Tour wie eingangs erwähnt beim Gasthaus Kienklause. Bereits nach wenigen Höhenmetern hatten wir einen super Ausblick auf den unter uns liegenden Attersee. Auch auf das kleine Kreuz, das die Adlerspitzen ziert, konnten wir rüber blicken. Bis auf eine Seehöhe von ca. 1200 Meter war der Schnee dem Frühling schon gewichen. Jedoch sollte es ab hier schön langsam noch mal Winter werden.

In vielen Serpentinen ging es relativ steil den immer lichter werdenden Bergwald nach oben. Der Schnee auf dem Wandersteig war jedoch sehr griffig und gut zu gehen. Wir hatten keine Probleme damit. Auf einer Seehöhe von ca. 1460m kamen wir zur Abzweigung die Richtung Dachsteinblick führte. Wir blickten kurz den eben erst erklommenen Berghang zurück um im Anschluß schnurchstracks auf dem Wandersteig mit der Nummer 823, den wir von Beginn an eingeschlagen haben, weiter Richtung Hochleckenhaus zu wandern. Der Schnee wurde jetzt Meter für Meter mehr.

Auf dem Gipfelplateau des Hochleckenhauses angekommen empfing uns strahlender Sonnenschein. Einfach traumhaft. Ohne im Hochleckhaus vorerst Rast zu machen watschelten wir mit unseren Schneeschuhen durch ein wunderschöne Winterlandschaft (... und das im April!) immer weiter Richtung Brunnkogel. Vereinzelte Schitourmarkierungen und Wegweiser (... die manchesmal gerade noch rausschauten) wiesen uns den Weg durch diese Latschenlandschaft.

Nach einer Wanderzeit von ca. 3,5 Stunden erreichten wir via Wandersteig Nr. 820 und 829 schließlich das imposante Gipfelkreuz des in 1708m Seehöhe liegenden Brunnkogels. Es ist wahrlich mit seinen 14m Höhe und 7m Breite eine imposante Erscheinung. Natürlich gibts auch davon wie immer die obligatorischen Gipfelkreuzfotos. Tourfotograf Rudolf entging keine noch so komische, von Wind und Eis geformte, Landschaftformation.

Nach einer kleinen Rast und Trinkpause am Gipfel, die dunklen Wolken am Himmel wurden immer mehr, und auch der Blasius frischte um einiges auf, beschlossen wir noch dem kleinen Kreuz des Mathias - Kogl (1671m) am anderen Ende des Gipfelkammes einen Besuch abzustatten. Auch hier formten die Elemente Wind und Wasser so manchen Felsen als wäre dieser aus der Eiszeit. Wir marschierten auf dem selben Weg den wir gekommen waren zurück zum Hochleckenhaus.

Natürlich machten wir jetzt Rast. Das Hochleckenhaus ist seit dem 28.03.2010 geöffnet und hat einen neuen Pächter. Umso neugieriger waren wir. Eines kann ich jetzt schon sagen: Kein Vergleich mit dem alten Pächter. Der Tiroler Anton Nigg und seine Lebensgefährtin Lee sind total nette Leute - Tiroler eben! Wir saßen dann noch in netter Gesellschaft (natürlich gibts auch nette Oberösterreicher) mit einer eingefleischten Bergfexe des Alpenvereins Sektion Vöcklabruck und einem jungen Zimmerer aus Pöndorf bei Radler, Nudelsuppe mit Würstel und Apfelstrudel beisammen und hatten sehr viel Spaß dabei. Aber wie so oft im Leben geht auch die schönste Zeit vorbei und so mussten wir uns schön langsam wieder an den Abstieg machen. Den selben Weg retour, die Schneepassagen waren jetzt wesentlich rutschiger als beim Raufwandern, erreichten wir gegen 17 Uhr wieder den Frühling beim Gasthaus Kienklause. Die letzten Sonnenstrahlen fanden Ihren Weg in unser Gesicht als wir den Parkplatz erreichten. Fazit: Eine tolle, lustige und vereinzelt auch anstrengende Bergtour fand ihr Ende. Mögen noch viele solche Touren kommen. In diesem Sinne.

 

Eure Bergjungs

 

Rudolf & Ronald