Stadl-Paura ist eine Marktgemeinde im Bezirk Wels-Land in Oberösterreich. Die Gemeinde Stadl-Paura liegt mit 5.092 Einwohnern zur einen Hälfte im Hausruckviertel und zur anderen Hälfte im Traunviertel. Die Gemeinde Stadl-Paura unterteilt sich in die Ortsteile Mitterbergholz, Stadl-Hausruck, Stadl-Traun und Stadl-Ufer. Sie erstreckt sich mit 15,05 Quadratkilometer auf einer Seehöhe von 360 Metern im Zentrum von Oberösterreich.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele der Marktgemeinde Stadl-Paura:
Das Schiffsleutmuseum in Stadl- Paura setzt sich vor allem mit der Geschichte des Salzes auseinander, das damals aus dem Salzkammergut hierher befördert wurde. Gleichzeitig ist es auch das
Geburtshaus des Abts Maximilian Pagl. Heute ist das Museum im Besitz des Schiffvereins Stadl-Paura.
Die Pfarrkirche Paura wurde zwischen 1714 und 1724 von Baumeister Johann Michael Prunner erbaut. Sie wurde vom Abt Maximilian Pagl zum Dank, dass Stadl-Paura von der Pest verschont geblieben ist,
gestiftet. Die Zahl drei ist hier von besonderer Bedeutung und gleichzusetzen mit der Dreifaltigkeit. Sie spiegelt sich vor allem im dreieckigen Grundriss, der drei Türme, der drei Altäre und der
drei Marmorplatten wieder.
Das Österreichische Pferdezentrum befindet sich genau in Stadl-Paura. Dort wird versucht, dieses bedeutende Kulturgut aufrechtzuerhalten. Neben den erstklassigen Ausbildungen von Zuchttieren stehen auch die Schaffung von Arbeitsplätzen vor allem in der Gastronomie und Freizeitaktivitäten im Vordergrund. Die Anfänge der staatlichen Pferdezucht reichen bis in die Zeit Maria Theresias um 1763 zurück. Seit dem gibt es eine staatliche Förderung der österreichischen Zucht von Stuten und Hengsten.
Das Heeresmunitionslager in Stadl-Paura trägt schwere Geschichte mit sich. Als im Jahr 1938 ungefähr 200 Hektar Waldfläche von der deutschen Luftwaffe gekauft wurden, errichtete man dort ein
Lager wo man Bomben und Granaten produzierte. Einige Jahre nach Kriegsende wurde das Lager an die B-Gendarmerie und später an das österreichische Bundesheer übergeben. Nach zwei schweren Explosionen
wird das Lager nun mehr als Munitionslager des Österreichischen Bundesheeres genutzt.
Das Kloster Nazareth hat die Funktion eines Sozialzentrums am Ortsrand von Stadl-Paura. Es beherbergt etwa an die 80 pflegebedürftige Bewohner und Bewohnerinnen. Es wurde vom Abt des Stiftes Lambach
P. Theoderich Hagen gegründet und um 1864 geweiht. Schon im Jahr 1865 begannen die Schwestern mit der Betreuung von Kranken und Bedürftigen.
Die Waldkapelle in Stadl-Paura steht genau an einer alten Salzstraße, wo früher Salz vom Salzkammergut nach Stadl-Paura transportiert wurde. Später, als das Salz mit Schiffen verladen wurde, nutzte
man diese Straße als Postverbindung. Die Kapelle inspirierte schon einige Dichter, unter anderem den Dichter Nikolaus Lenau, ein österreichischer Schriftsteller aus der Biedermeierzeit.
Freizeit in Stadl-Paura:
Stadl-Paura bietet neben Radfahren, Wandern, Nordic Walking und Trekking andere unzählige Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Man kann zum Beispiel die Herbstparade, Galaabende oder Auktionen des Stadl-Paura Pferdezentrums besuchen oder die Anlage des Pferdezentrums besichtigen.
